Nicht zuletzt durch Wim Hof und seine Ausführungen zu diesem Thema, bin ich ein großer Fan von Atemübungen geworden. Diese können bei korrekter Anwendung das Nervensystem regulieren und die Gehirnchemie positiv verändern. Das ist keine bloße Annahme mehr, sondern bereits eine wissenschaftliche Tatsache.
Man sollte jedoch darauf achten die Atemübung zu machen, wenn man die Ruhe dafür hat, denn in einer angespannten oder gar Angstsituation kann die Atemübung dazu führen, dass dem Gehirn auf diese Weise erst recht vermittelt wird, dass es sich um eine gefährliche Begebenheit handelt, weshalb man versucht sich zu beruhigen. Dann erreicht man leider genau das Gegenteil von dem, was man sich damit erhofft hat und das Gehirn merkt sich diese vermeintlich gefährliche Situation erst recht als Stressor (Alarmauslöser).
Wie bei allen Übungen wird der beste Effekt erziehlt, wenn man die Atemtechniken regelmäßig ausübt.
So groß das Internet ist, so viele verschiedene Atemtechniken gibt es auch darin zu finden. Ich stelle hier natürlich wieder nur diese vor, mit denen ich bereits selbst Erfahrungen gemacht habe. Zudem habe ich die Auswahl auf meine Favoriten begrenzt, damit es nicht zu unübersichtlich wird. Los gehts.
Die berühmt-berüchtigte Wim Hof-Atemtechnik
Es ist völlig normal, wenn dir bei dieser Atemübung anfängt irgendein Körperteil einzuschlafen, zu kribbeln, zu zucken oder es Ohrgeräusche oder andere Symptome gibt. Das ist nur ein Zeichen dafür, wie übersäuert dein Körper ist und dass er quasi gerade durch den vielen Sauerstoff entsäuert wird. Es ist also ein gutes Zeichen und bei mir haben die Symptome nach wenigen Malen stark nachgelassen und nun treten kaum noch solche Phänomene auf. Sollte bei dir etwas derartiges auftreten, atme in diese Empfindung hinein. Spätestens kurz nach der gesamten Übung klingen alle Symptome von alleine wieder ab.
Die Übung sollte man am besten jeden Morgen widerholen.
Tipps: Ich habe am Anfang zu lange Pausen nach dem Ausatmen gemacht. Sobald dein Atem vollständig entwichen ist, solltest du sofort wieder (tief) luftholen.
Natürlich gibt es zu allem auch ein Youtube-Video. Wenn es euch damit leichter fällt, findet ihr dieses hier:
Die vorgeschlagene Atemtechnik aus dem Gupta-Programm, welche auch bei Ängsten bzw. ängstlicher Anspannung hilft
Die wechselseitige (alternierende) Nasenatmung, im Yoga Nadi Shodhana, wird im Gupta-Programm als die wirkungsvollste Atemtechnik überhaupt angepriesen, um den Geist zu beruhigen. Diese sollte man jeweils morgens und abends widerholen, um einen bestmöglichen Erfolg zu erzielen.
Die Anleitung ist denkbar einfach:
Natürlich gibt es hier ebenfalls ein Youtube-Video, welches ihr hier findet:
Atemübung bei Stress und Angst
Diese Atemtechnik habe ich durch Zufall gefunden. Sie hilft wahnsinnig gut den Körper wieder in ein chemisches Gleichgewicht zu bringen.
Ich empfehle sie im Laufe des Tages immer mal wieder zwischendurch zu machen. Bitte nicht in Akutsituationen anwenden, da sich das Gehirn die Situation erst recht als vermeintlich gefährlich abspeichert.
Das dazugehörige Video ist leider auf Englisch, aber mit deutschem Untertitel sollte trotzdem jeder in den Genuss kommen. Wenn es dir zu schnell ist, kannst du die Wiedergabegeschwindigkeit bei den Einstellungen (im Video-Bildschirm) herunter regulieren
Atemübung bei Brain Fog oder Konzentrationsschwierigkeiten
Diese Atemtechnik unterscheidet sich komplett von den Atemübungen zum tiefen Luftholen, um den Blutkreislauf mit Sauerstoff anzureichern. Hier geht es darum mehr Kohlendioxid auszustoßen und den Körper so herum wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie ist deshalb jedoch keineswegs weniger wirksam. Ganz im Gegenteil, habe ich eine schnelle komplette Verbesserung meines Nervensystems wahrnehmen können.
Auch dieses Video ist wieder auf Englisch, aber wie oben beschrieben, sollte das kein Problem darstellen
Es gibt vorher eine Erklärung. Die eigentliche Atemübung startet ab Minute 07:06